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337 - Notfallmedizin/Leitsymptome: Brandverletzung - Elektroverbrennung


Diagnose
  • Hochspannungsunfall
  • Brandverletzung
  • Verbrennungen
  • Elektroverbrennung

    Die thermische Schädigung betrifft nicht nur die Haut, sondern bei Hochspannungsunfällen auch innere Organe. Dabei kommt es zu Nekrosen bis zur Verkohlung.
    Die Burn Association nimmt folgende Einteilung für den Verbrennungsgrad der Haut bei Stromunfällen vor!

    Beurteilung des Schweregrades

  • Schwere Verbrennung/Verletzung - Zweitgradige Verbrennung im Ausmaß von 25% bei Erwachsenen und 20% bei Kindern. Drittgradige Verbrennungen von über 10% sind generell schwer.
    Verbrennungen der Hände, Gesicht, Augen, Ohren, Füsse, Damm, Genitale sowie Inhalationstraumata gelten als schwere Verletzung.
    Kommt es im Rahmen eines - Hochspannungsunfalles - zu kombinierten Verletzungen (Verbrennung + thorakale, abdominele oder große Skelettverletzungen - vorbestehende Allgemeinerkrankungen bzw. reduzierter Ernährungszustand), liegt ebenso eine schwere Verletzung vor.
  • Mittelschwere Verbrennung Bei zweitgradigen Verbrennungen um 10 - 20% oder bei drittgradigen Verbrennungen unter 10% liegt eine mittelschwere Verbrennung vor.
  • Leichte Verbrennung Leichte Verbrennungen sind solche, bei denen weniger als 10% der Körperoberfläche betroffen ist bzw. nur minimal drittgradige Verletzungen.
  • Verbrennungen von Gesicht, Augen, Hände, Damm/Genitale und Inhalationstraumata sind immer schwere Verletzungen!

    Elektrothermische Schäden

    Der elektrothermische Schaden bzw. die Flammenbogenverletzung als Sonderform mit Hitzeeinwirkung bis 4.000°C (wie auch beim - Blitzschlag) weisen gegenüber dem einfachen thermischen Schaden wesentliche Besonderheiten auf.

    Die Ein- und Austrittsstellen des Stromes werden durch sogenannte - Strommarken - angezeigt. Sie sind graugelbe Hautnekrosen mit oftmals tiefgehender Zerstörung von Subcutis, Muskulatur und Knochen. Der Verlauf des Stromflusses richtet sich nach der Leitfähigkeit des Gewebes, wobei Nerven die besten Leitfähigkeit besitzen, gefolgt von Blutgefäßen und Muskulatur. Weniger gut leitfähig sind Fett und Knochen.

    Die dadurch bedingt auch tiefe Gewebszerstörung erfordert bei der Berechnung des - Flüssigkeitsbedarfs - die doppelte Menge. Die elektrothermische Gewebszerstörung gleicht mehr einem Crush-Trauma. Infolge der Myoglobinurie ist ein Nierenversagen möglich.
    Anmerkung: Kontrakturen der Muskulatur mit Fraktur und Luxationen treten eher beim - Niederspannungsunfall - auf.


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    Notfallmedizin/Leitsymptome: Brandverletzung - Elektroverbrennung
    © 21.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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