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I08 - Notfallmedizin/Interner Notfall: Arrhythmien - Ventrikuläre Extrasystolie
| VES |
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Hierher gehören die einfache
ventrikuläre Extrasystole bis zu den ventrikulären Salven.
Bei hämodynamisch stabilen Patienten kann prinzipiell auf therapeutische
Maßnahmen verzichtet werden es sei denn, sie treten im Rahmen eines ischämischen
Infarktes auf.
Bei symptomatischer ventrikulärer Extrasystolie besteht jedoch soweit
überhaupt möglich Handlungsbedarf.
Ventrikuläre Extrasystolie von mehr als 10/min können, müssen aber nicht
hämodynamische Instabilität hervorrufen.
Häufig aber spüren die Patienten das Herzstolpern und neigen zur
orthostatischen Dysregulation.
Begleitend können Schwindel und Übelkeit auftreten - selten ischämische Schmerzen.
Therapeutische Maßnahmen sind nicht indiziert (Ausnahme: akuter Myokardinfarkt).


| Klinik |
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Sind die QRS-Komplexe nicht uniform, so handelt es sich um polytope Erregungsbildungszentren und sind kritischer zu werten. Polytope VES spricht für ein vorgeschädigtes Herz und es kann jederzeit zu malignen Rhythmusstörungen kommen.
Treten ventrikuläre Salven auf, so besteht die Gefahr des Auftretens
einer Kammertachykardie bzw. Kammerflimmern.
Eine entsprechende Therapie wie bei den polytopen VES ist angezeigt.
| Therapie |
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Treten im Rahmen eine akuten Myokardinfarktes polytope VES oder gar Salven auf, so
ist auf jeden Fall eine medikamentöse Behandlung indiziert.
Lidocorit 50 mg i.v. oder - Amiodaron.
Als Alternative gilt Rytmonorma 35- 70 mg langsam i.v. über 5 min.
Kommt es zum R- auf T-Phänomen, so muss insbesonders beim akuten Myokardinfarkt mit dem Auftreten von Kammerflimmern gerechnet werden. Es gelten die selben Therapiekriterien w.o.