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I11 - Notfallmedizin/Interner Notfall: Synkope, rhythmogen
| Ursachen |
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Hämodynamisch wirksame Synkopen aufgrund Arrhythmien lassen sich schwer voraussehen.
Bradyarrhythmien - werden je nach Höhe des Schlagvolumens unterschiedlich
toleriert und gehen oft NUR mit Schwindel einher (= Präsynkope).
Erst die Asystolie von mehr als 8 Sekunden Dauer führt zur Bewusstlosigkeit.
Tachyarrhythmien - zeigen gleichsam in den Auswirkungen weite individuelle Grenzen. Ab einer Frequenz von 150/min können bereits aufgrund zerebraler Minderperfusion Synkopen auftreten. Bei jungen, gesunden Personen meist erst ab 200/min.
Bei Bestätigung einer rhytmogenen Synkope in Verbindung mit Bewusstlosigkeit sind je nach EKG-Befund die Defibrillation, Kardioversion oder eine antiarrhythmisch medikamentöse Therapie einzuleiten. Bei extremer Bradykardie - externen Schrittmacher anlegen.
Ein Kollaps ist eine kurzzeitige, reversible Bewusstlosigkeit aufgrund eines plötzlich auftretenden Abfall des HZV mit zerebraler Minderperfusion meist aufgrund einer generalisierten Vasodilatation (Hitzekollaps) oder durch kurzfristger Bradykardie (vasovagaler Kollaps).
Synkopen haben unterschiedlichste Ursachen und sind nicht immer rhythmogen bedingt.
Nicht-rhythmogen bedingte zur Bewusstlosigkeit führende Synkopen können auch
aufgrund einer Hypoxämie, Hypoglykämie u.a. Gründen vorkommen.
Siehe dazu das Kapitel Koma.
Zu den iatrogen ausgelösten Synkopen gehören z.B: Digitalis oder die
Vasodilatatoren und andere blutdrucksenkende Medikamente.
Hämodynamisch ausgelöste Synkopen aufgrund stenosierender Prozesse der
Hals- und Hirngefäße (Apoplex) oder vagovasal durch Abnahme des HZV bzw.
reflektorisch (Miktions-, Hustensynkope etc.) sind ebenfalls nicht selten.