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I42 - Notfallmedizin/Interner Notfall: Coma hypoglykaemicum
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Der erhöhte Sympathikotonus bewirkt eine Tachykardie, blass-kühle Haut und kalten Schweiß. Hinzu kommt ein eigenartiges Verhalten und evtl. Krampfanfälle.
Erkennt der an Diabetes erkrankte Patient die
Hypoglykämie-Symptome rechtzeitig selbst,
so wird er rasch resorbierbare Kohlenhydrate zu sich nehmen - Traubenzucker,
gezuckerten Tee oder Brot.
Aber auch bei Verlust der Eigenkontrolle kann dem Patienten noch Traubenzucker
verabreicht oder Obstsaft zu trinken gegeben werden.
Eine stationäre Krankenhausaufnahme ist nur dann indiziert, wenn die Hypoglykämie aufgrund einer irrtümlich zu hohen Insulindosis oder durch eine Überdosierung von Antidiabetika hervorgerufen wurde. Der Patient darf in den nächsten Stunden nicht unbeaufsichtigt bleiben.
Gerichtsmedizin: Beachte, dass auch Selbstmordversuche durch Injektion von hohen Insulindosen möglich sind.
Dieser Missbrauch wird aber fast ausschließlich von Nicht-Diabetikern betrieben.


| Therapie |
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Bei jeder unklaren Bewusstlosigkeit muss der Blutzucker bestimmt werden. Beim hypoglykämischen Koma wird sofort eine 33%ige-Glucoselösung infundiert (in etwa 5 min). Meist wird so bereits nach 50 - 100 ml Glucoselösung der Patient wach! Anschließend sollte eine Glucose 5%-Infusion infundiert werden. Zusätzlich wird Sauerstoff verabreicht.
Ist kein venöser Zugang möglich, können durch 0,5 - 1 mg Glucagon i.m.
Glykogenreserven mobilisiert und dadurch der Blutzuckerspiegel angehoben
werden (insulinpflichtige Diabetiker haben evtl. ein Notfallset mit der
Möglichkeit einer Glucagon-Injektion zu Hause lagernd - im Bezirk Pongau sind derartige Notfallsets nicht üblich).
Nach intensiv sportlichen Aktivitäten ist Glucagon allerdings wirkungslos, weil keine
Glykogenreserven mehr vorhanden sind.