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I41 - Notfallmedizin/Interner Notfall: Coma diabeticum
| Coma |
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Unterscheide: ketoazidotisches und nicht-ketoazidotisches Coma diabeticum.
Beide führen zur Exsiccose mit trockenen Schleimhäuten, insbesonders der Zunge,
Durst mit Polydipsie, Erbrechen und seltener zu O-Bauchbeschwerden
wie bei einem akuten Abdomen.
Beim ketoazedotischen Koma kommt noch der Azetongeruch in der Ausatmungsluft hinzu - Hyperventilation (Azidoseatmung!).
| Klinik |
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Das ketoazidotische Coma entsteht bei meist jungen, insulinpflichtigen Patienten und entwickelt sich innerhalb weniger Stunden:
Auslöser der Hyperglykämie sind überwiegend Behandlungsfehler
(keine oder falsche Insulindosis gespritzt) aber auch Infektionen und/oder Stress.
Ein Blutzuckerspiegel unter 300 mg% und keine Azidosezeichen (Apfelgeruch)
spricht gegen ein ketoazidotisches Koma!
Das hyperosmolare Koma entwickelt sich langsam und betrifft meist ältere Menschen (Altersdiabetes). Es kommt (oft erst nach Tagen) zur:
Eine Ketoazidose fehlt, da beim Altersdiabetes noch eine Rest-Insulinausschüttung besteht. Meist sind schwere Diätfehler und/oder Diuretika die Ursache des hyperosmolaren Koma. Blutzuckerwerte bis 1000 mg% sind keine Seltenheit.
| Therapie |
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Erstmaßnahmen sind die Sicherung der Vitalfunktionen! Venösen Zugang legen und zügig NaCl-Lösungen infundieren. Wegen der bestehenden Exsikkose (hohe Blutzuckerwerte gehen immer parallel mit einer Dehydratation) sollte bereits in der ersten Stunde 1000 ml NaCl-Lösung infundiert werden (kardiale KI beachten!). Sauerstoffgabe, EKG-Monitoring!
Trotz heißem Gesicht warme Kompressen auflegen bzw. den Patienten zudecken, da häufig
auch eine Hypothermie besteht.
Bei Bewusstlosigkeit muss intubiert und eine Hyperventilation angestrebt werden.
Bikarbonatgabe und Insulin sind der Klinik vorbehalten (Blutgasanalyse!).