Suchfunktion Home Inhaltsverzeichnis Notfallmedizin - Interner Notfall

I13 - Notfallmedizin/Interner Notfall: ICD-Dysfunktion


DD
  • SM-Dysfunktion
  • Schock, cardial
  • Myokardinfarkt
  • ICD-Dysfunktion

    Der automatische implantierbare Cardioverter/Defibrillator (ICD) detektiert ventrikuläre Tachykardien und Kammerflimmern.

    Bei ventrikulärer Tachykardie kommt es primär zur Overdrive-Stimulation. Wenn diese nicht zum Erfolg führt, wird ein E-Schock abgegeben. Bei Kammerflimmern löst der implantierte Defibrillator sofort einen Schock mit 35 J aus. Bei persistierendem Kammerflimmern neuerliches Laden (Ladezeit ca. 10 bis 15 Sekunden) und Schock (beim Medtronic ICD). Insgesamt werden je nach Programmierung bis zu 6 Schocks verabreicht, dann bleibt der ICD inaktiv. Erst nach einigen Eigenimpulsen oder nach Magnetauflage wird die Defibrillations-Funktion wieder aktiv.

    Keine Reanimation bei aktivem ICD !

    Funktionsprinzipien

    Der automatische implantierbare Cardioverter/Defibrillator (ICD) kennt 3 Funktionsprinzipien:

  • Defibrillation
  • antibradykarde Funktion (wie normaler SM)
  • antitachykarde Stimulation
  • Weiters unterscheidet man nach der Lokalisation und Anzahl der Sonden:

  • Einkammer-ICD: meist VVIR-Modus
  • Zweikammer-ICD: meist DDDR-Modus

  • Magnetauflage ?

    Herzrhythmus suffizient

    ICD-Dysfunktion

    Herzrhythmus
    suffizient

  • Stromschläge
  • keine VT
  • kein Kammerflimmern
  • = Magnet auflegen!

    Die Schockabgabe durch ICD bei suffizientem Herzrhythmus - Patient nicht bewusstlos - wird klinisch als schmerzhafter Stromschlag empfunden.

    Bei dieser Art von Dysfunktion kann durch die Magnetauflage die Aktivität des ICD eingestellt werden (die Defibrillations-Funktion wird abgeschalten, die antibradykarde Funktion bleibt erhalten) - die schmerzhaften Stromstöße können dadurch beseitigt werden. Eine exakte EKG-Dokumentation ist notwendig.

    Magnetauflage deaktiviert den ICD !

    Patient = gefährdet !

    Herzrhythmus in-suffizient

    ICD-Dysfunktion

    Herzrhythmus
    insuffizient

  • Schnappatmung
  • VT / Kammerflimmern
  • = Reanimation!

    Die fehlende Schockabgabe infolge einer ICD-Dysfunktion bei bedrohlichen Rhythmusstörungen wie VT oder Kammerflimmern bedarf der herkömmlichen Reanimationsmaßnahmen: Defibrillation - Intubation - Beatmung.
    Während der Schockabgabe des ICD sollte der Helfer während einer Herzmassage keinen elektrischen Schlag verspüren.

    Anmerkung - Haltbarkeit der ICD's bei monatlichen Schocks ca. 5 Jahre; wenn keine Schocks verabreicht wurden ca. 8 - 10 Jahre.
    Beachte - Einige ICD's (3. Generation) können durch den Magnet nicht mehr inhibiert werden.


    Suche Home Inhaltsverzeichnis Herz 10 11 12 14 Pulmo

    Notfallmedizin/Interner Notfall: ICD-DysfunktionICD-Dysfunktion
    © 30.1.2009 by Anton Ernst Lafenthaler und Helmuth Höllwerth
    mi-cd