Suchfunktion Home Inhaltsverzeichnis Notfallmedizin - Interner Notfall

I02 - Notfallmedizin/Interner Notfall: Cardiale Dekompensation


DD
  • Pulmonalembolie
  • Schock, cardial
  • Myokardinfarkt
  • Hypertensive Krise
  • Tachykardie
  • Lungenödem
  • Cardiale Dekompensation

    Die klassischen Symptome der cardialen Dekompensation (Globalinsuffizienz) sind Tachykardie, venöse Zyanose, Ruhedyspnoe und Lungenödem.
    Bei der Linksherzdekompensation steht die Dyspnoe und Zyanose im Vordergrund, bei der Rechtsherzdekompensation die Halsvenenstauung, die Beinödeme, Aszites und Pleuraergüsse.


    Ursachen

    Klinik
  • Dyspnoe
  • Tachykardie
  • feuchte RG's
  • Halsvenenstauung
  • Zyanose
  • Ruhedyspnoe
  • Erschöpfung
  • akut resp. Insuff.
  • Als Ursachen gelten die vermehrte Volumenbelastung des Herzen (preload) aufgrund von Klappenvitien, eines Rechts-Links-Shunt, einer erhöhten Druckbelastung aufgrund einer arteriellen Hypertonie oder einer vorbestehenden Aortenstenose.

    Im Notarztdienst sind es die hypertensive Krise und der akute Myokardinfarkt und/oder Rhythmusstörungen, welche zur cardialen Dekompensation und in weiterer Folge zum cardiogenen Schock führen.
    Bei der pulmonalen Hypertonie, wie sie häufig bei COPD-Patienten besteht, stehen die Symptome der Rechtsherzinsuffizienz im Vordergrund.

    Notfall-Therapie

    Therapie
  • O-Körper hochlagern
  • 100% Sauerstoff
  • Nitro-Spray
  • Venösen Zugang
  • Lasix 20-40 mg i.v.
  • Morphin 3-5 mg
  • KL-Medikamente ?
  • Im Notfalldienst ist die kompensatorische Therapie vorrangig. Ziel muss es aber immer auch sein, die kausale Therapie schon vor Ort einzuleiten.

    Als kompensatorische Therapie gilt die sofortige Gabe von 100% Sauerstoff über die Maske.
    Bei ausreichend gutem Blutdruck - Nitroglycerin - geben. Nitrate führen zur Gefäßerweiterung und reduzieren so pre- und afterload. Weiters sind positiv inotrope Substanzen wie - Dopamin und Dobutamin - hilfreich.

    Entwässerung und damit Volumenentlastung für das Herz kann durch Gabe von - Furosemid 40 - 80 mg i.v. erreicht werden. Osmotisch wirksame Diuretika sind selbstverständlich kontraindiziert

    Morphin - Bei schwerer Dekompensation mit lebensbedrohlichem Lungenödem ist Morphin und zwar 5 - 10 mg verdünnt 1 : 10 langsam i.v. gut wirksam, insbesonders wenn auch eine Sedierung notwendig ist.

    Intubation - Indikation ?
    Beachte
  • restriktiv Intub.
  • Ursache behandeln !!
  • Lungenödem
  • Besteht eine absolute Indikation zur Intubation (= globale respiratorische Insuffizienz), empfiehlt sich die Narkoseeinleitung mit - Etomidat und Fentanyl. Dabei muss äußerst vorsichtig vorgegangen werden, denn das ohnehin bereits vorgeschädigte Herz toleriert einen weiteren Blutdruckabfall nur sehr schlecht und es kommt nicht selten zu Kammerflimmern oder Bradykardie und Asystolie.

    Intubation NUR bei globaler respiratorischer Insuffizienz !


    Suche Home Inhaltsverzeichnis 00 01 03 04 05 06 07 08 09 10 Pulmo

    Notfallmedizin/Interner Notfall: Cardiale Dekompensation
    © 22.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler und Helmuth Höllwerth
    mi-card-de