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I06 - Notfallmedizin/Interner Notfall: Bradyarrhythmien
| Bradyarrhythmien |
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| Klinik |
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AV-Blockierungen I. Grades und solche II. Grades Typ Wenckebach bedürfen keiner Notfalltherapie. Werden vom Patienten Schwindel und/oder Synkopen angegeben, dann ist eine Spitalseinweisung unbedingt erforderlich, da intermittierend höhergradige Blockierungen wahrscheinlich sind. Ab einer Herzfrequenz < 30/min besteht praktisch immer Handlungsbedarf.
Als Ursachen der Bradykardie gelten die AV-Blockierung, Sinusknotensyndrom, Medikamente, Hypo-, Hyperkaliämie u.a.
| AV-Block II |
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Beim AV-Block II wird nur jede zweite, dritte oder vierte P-Zacke auf die Kammer übergeleitet und wird von einem QRS-Komplex gefolgt.
Ist der Patient asymptomatisch, genügt die EKG-Überwachung; evtl. Sauerstoffgabe,
und 1 Ampulle - Atropin - langsam i.v. verabreichen.
Ein vorgeschädigter AV-Knotens reagiert dabei nicht selten aufgrund der
erhöhten VH-Frequenz mit einem AV-Block III.
Bleibt die Sinusbradykardie bestehen, kann - Orciprenalin -
1/2 Ampulle versucht werden.
Bradykardien im Rahmen akuter Ischämien bedürfen meist einer Schrittmachertherapie.
P-Wellen und QRS-Komplexe stehen nicht mehr miteinander in Beziehung. Die P-Wellen zeigen einen regelmäßigen Abstand, ebenso meistens auch die QRS-Komplexe, wobei diese breit oder schmal sein können. Kommt es zu rezidivierendem Schwindel oder Synkopen ist eine akute Therapie angezeigt.
| AV-Block III |
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Sauerstoffgabe, Monitorisieren, Venflon legen und Alupent langsam i.v nach Wirkung titirieren. Meist reicht 1/2 Ampulle aus; zu hohe Dosen können Kammerflimmern provozieren.
Auch wenn der Patient keine gravierenden Symptome aufweist, besteht immer die Gefahr
einer längerdauernden Asystolie. Ebenso kann durch eine Sympathikusstimulation
Kammerflimmern ausgelöst werden aufgrund tertiärer Reizbildung im Ventrikel.
Deshalb beim totalen AV-Block immer einen
externen Schrittmacher anlegen.