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G14 - Notfallmedizin/Geburtshilfe: Tubargravidität
| Diagnose |
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Jede Extrauteringravidität (=ektope Schwangerschaft) bedeutet für die Frau ein lebensbedrohliches Ereignis. Es besteht in hohem Maße die Gefahr der intraperitonealen Verblutung.
Eine Tubenschwangerschaft kann symptomlos verlaufen (intakte Tubenschwangerschaft) oder sich durch uterine Blutungen (Absterben der Frucht bewirkt Ablösen der Decidua) und Schmerzen auf einer Adnexseite etwa 6-8 Wochen nach der letzten Regel äußern. Dabei sind die Blutungen meist nur kurzdauernd (=Tubenabort), gehen aber über Wochen und sind von mehreren Schmerzattacken begleitet.
| Klinik |
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Beim Tubenabort kommt es zu einseitigen Adnexschmerzen mit mehreren Schwächeanfällen im Verlauf von Tagen bis Wochen.
Bei jedem dieser Anfälle handelt es sich um einen
peritonealen Schock mit blassem Gesicht, spitzer Nase, kaltem Schweiß auf der
Stirn und schnellen Puls. Die peritoneale Reizung kommt durch den Kontakt des
ausfließenden Blutes mit dem Peritoneum zustande.
IMMER Klinikeinweisung!
Wenn das uteruswärts wandernde befruchtete Ei im Netz verklebter Schleimhautfalten
im Bereich des isthmischen Teils der Tube steckenbleibt, so kommt es gewöhnlich zur
Tubenruptur (der Trophoblast frisst sich durch die gesamte Muscularis).
Es kommt zur
Eröffnung von größeren Gefäßen, welche zum Stromgebiet der A. ovarica gehören.
Wird die Tubenserosa durchbrochen kommt es unter hohem
Druck zur arteriellen Blutung in die freie Bauchhöhle. In kurzer
Zeit (20- 40 min) kann es bis zu 2 Liter Blutverlust kommen. Der Verblutungstod
innerhalb Minuten ist möglich!
| Therapie |
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Die Tubenruptur zeigt keinen langsamen, schleichenden Verlauf, sondern äußert sich mit plötzlich auftretenden Unterbauchschmerzen und peritonealem Schock aus völliger Gesundheit heraus.
Die Patienten können den Schmerzbeginn auf die Minute genau angeben und berichten,
das Gefühl gehabt zu haben, dass im inneren des Bauches etwas zerrissen sei
(benennen meist auch die richtige Seite). Der Schmerz ist so heftig, dass die
Frauen oft nicht mehr richtig durchatmen können. Oft kommt es auch zur
Phrenikusreizung (Schmerzen im O-Arm oder der Schulter).
Sekunden nach der Ruptur zeigt sich der ganze Bauch diffus schmerzempfindlich
(=akuter Bauch).
Flachlagerung, Sauerstoff über Maske, großlumige Venenzugänge und
großzügige Volumenzufuhr.
Blutabnahme zur Blutgruppenbestimmung und Kreuzblut abnehmen.
Opiate vorsichtig einsetzen.
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Gynäkologie: Tubaria
© 14.2.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
mg-tubar