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G15 - Notfallmedizin: Stromunfall und Schwangerschaft
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Stromunfälle in der Schwangerschaft sind selten. Ein direkter Stromfluss durch den Uterus geht allerdings mit einer hohen fetalen Letalität einher !
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Erwartungsgemäß ereignen sich Stromunfälle in der Schwangerschaft im Haushalt, also im Niederspannungsbereich. Die Mutter trifft dabei das gleiche Risiko wie bei allen Erwachsenen. Der Fetus ist je nach Intensität und Stromdurchfluss des Uterus unterschiedlich betroffen.
Prinzipiell ist ein direkter Stromfluss durch den Uterus (Arm - Bein) mit einer hohen fetalen Letalität (75%) verbunden. Liegt der Uterus nicht im Stromfluss, ist keine erhöhte Sterblichkeit des Feten gegenüber der Spontanabortrate feststellbar.
Die letale Dosis für den Fetus liegt bei etwa 25mA, wenn der Uterus vom Strom durchflossen wird. Der gut durchblutete Uterus und die Amnionflüssigkeit (Elektrolytlösung) leiten sehr gut den Strom. Auch die fetale Haut schützt kaum vor Stromdurchfluss und es kommt entweder direkt zur Asystolie oder aufgrund hepataler, renaler und/oder zerebraler Schädigung mit Einblutung indirekt zum Tod.
Begleitverletzungen - durch Sturz der Mutter etc. - können natürlich zu weiteren Komplikationen wie - Plazentalösung - oder Uterusminderperfusion führen mit konsekutiven Abort.
Versorgung der Mutter wie beim - Stromunfall -
Eine nachfolgende geburtshilfliche Untersuchung inklusiv einem fetalen Monitoring
sind obligat.
Bei Kammerflimmern ist selbstverständlich die Defibrillation indiziert. Da
der Stromfluss dabei nicht durch den Uterus geht,
scheint das Leben des Fetus dadurch nicht gefärdet.
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Gynäkologie: Stromunfall
© 30.6.2001 by Anton Ernst Lafenthaler
mg-strom