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292 - Notfallmedizin/Notfallausrüstung: Venenkanülen
| Intravenöse Zugänge |
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Intravenöse Verweilkanülen haben sich im Notarztdienst gut bewährt. Wichtig ist allerdings immer die gute Fixierung und Sicherung der Kanüle, da ansonsten unachtsame Bewegungen beim Transport des Patienten rasch zum Kanülenverlust führen kann. Auch sind venöse Zugänge nach jeder Umlagerung des Patienten zu kontrollieren, um eine paravenöse Applikation sofort zu erkennen.
Wir verwenden im Notarztdienst generell bei internistischen Notfällen » rosa « farbene Venflons und » grüne « wie » graue « bei Traumapatienten. Kinder bekommen nur bei absoluter Notwendigkeit (Verbrennungen, Trauma etc.) eine intravenöse Verweilkanüle. Der Neoflon bleibt Säuglingen vorbehalten.
Die Durchflussraten der einzelnen Venflongrößen sollten bekannt sein.
Ein » blauer « Venflon mit einer Durchflussrate
von 36 ml/min scheint für die Therapie eines hämorrhagischen Schocks ungeeignet, wäre aber zur
Verabreichung von Hyperhes in den ersten Minuten ausreichend. Ziel muss es sein, möglichst
rasch zumindest
einen » grünen « Venflon zu plazieren. Die Durchflussrate von
96 ml/min ermöglicht meist eine ausreichende Volumenschocktherapie.
Anmerkung: Die Farben kennzeichnen Durchflussraten, die nicht immer den hier angegebenen entsprechen (je
nach Hersteller bestehen Abweichungen).