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285 - Notfallmedizin/Notfallausrüstung: Externe Schrittmacher
| SM |
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| SM - Indikation |
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Es gibt nur wenige Situationen im Notarztdienst, wo ein externer Schrittmacher angelegt
werden muss. Eine absolute Indikation ist die medikamentös nicht beeinflussbare,
symptomatische Bradykardie bei AV-Block-III, weiters die Asystolie
und therapieresistente
Kammertachykardie. Ein SM-Totalausfall ist
aufgrund der engmaschigen Kontrollen in den Spezial-Ambulanzen und
der langlebigen Batterien selten.
| Klinik |
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Immer erst medikamentöse Therapie (Atropin bzw. Alupent) versuchen. Ist der Patient nicht bewusstlos, so muss er über die evtl. auftretenden Sensationen (Muskelkontraktionen in Brust-, Schulter- und Armbereich) informiert werden. Danach Analgosedierung mit evtl. Dipidolor und/oder Dormicum.
Die SM-Paddels werden in anterior-posteriorer Position aufgeklebt.
Die Elektrode 1 wird unterhalb der linken Schulterblattspitze und
seitlich der BWS angelegt, die Elektrode 2 vorne über dem Herzen.
Wichtig - Vorher schweißnasse Haut abwischen. Elektroden leicht gegeneinander gekreuzt anbringen.
Bei liegendem 4-Pol-EKG reicht es,
das Schrittmacherkabel in das Modul im Defigard zu stecken. Ohne Verwendung des
Defigard ist zusätzlich ein 2-poliges EKG-Kabel notwendig.
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| DD | mA | mode | p/min |
|---|---|---|---|
| Asystolie | 45 - 90 | Fix | 70 |
| VT | 45 - 90 | OD | 70 |
| AV-Block | 45 - 90 | DEM | 70 |
Soll der SM mit einer fixen Frequenz ohne Rücksicht auf die eigenen Herzaktionen Impulse abgeben, so wählt man den Fix-Modus (Drehknopf - Mitte). Die Frequenz wird dabei auf z.B 70/min eingestellt (Drehknopf - rechts). Zuletzt wird die Energie (Amplitude in mA) so weit angehoben, bis ein Spike einen breitem Kammerkomplex hervorruft (Drehknopf - links).
Besteht ein Eigenrhythmus, so sollte in den Demand-Modus gewechselt werden (SM ergänzt dann die fehlenden Eigenimpulse). Dieser Modus ist bei einem totalen AV-Block die richtige Wahl.
Bei einer ventrikulären Tachykardie bewirkt dieser Modus bei Druck auf die roten Taste eine Stimulationsfrequenz 3-fach über der eingestellten Pulsfrequenz. Dadurch kann eine reentry-Erregung durchbrochen werden.
Ist der Patient bei Bewusstsein, so ist immer wegen der
unangenehmen Muskelkontraktionen (M.pectoralis) eine
ausreichende Sedierung oder evtl. Narkose notwendig.


Ist der Patient SM-Träger, wird er in die Rechtsseitenlage gebracht und die Paddels im Abstand von mindestens 15 cm vom SM-Gehäuse in anteriorer - posteriorer Lage angedrückt. Die Energie soll zu Beginn möglichst niedrig gewählt werden (50 - 100 Ws). Nach erfolgreicher Defibrillation muss selbstverständlich nach Eintreffen im KH die SM-Funktion geprüft werden.