![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
C06 - Notfallmedizin/Chirurgischer Notfall: Akute Pankreatitis
| DD |
|---|
|
|
Die akute Pankreatits zeigt in aller Regel einen gutartigen Verlauf - schwere Fälle können allerdings auch tödlich enden. Nach Beseitigung der Ursache ist meist eine komplette Ausheilung möglich; morphologische Veränderungen (Narben, Pseudozysten) können aber persistieren. Besteht eine chronische Pankreatitis, so kommt es zu rezidivierenden oder persistierenden Schmerzattacken.
Als Ursache gelten Erkrankungen der Gallenwege (Gallensteine), Alkoholabusus, stumpfe Bauchtraumen, Medikamente (gesichert bei Furosemid, Östrogene, Sulfonamide, Tetrazykline, Hydrochlorothiazid, Azathioprin), vaskuläre Ursachen (Schock,Arteriosklerose), tumoröse Veränderungen u.a.
| Klinik |
|---|
|
|
Klinisch äußert sich die Pankreatitis durch akut einsetzende Abdominalschmerzen, welche bevorzugt im Epigastrium und rechten O-Bauch lokalisiert sind (nur bei 50% gürtelförmig mit Ausstrahlung in den Rücken) und mit Übelkeit, Erbrechen und Meteorismus einhergehen. Der Schmerz kann nach wenigen Stunden (oder erst nach Tagen) wieder abflauen. Es kommt zu einem paralytischen Ileus.
Schwere Formen entwickeln eine Schocksymptomatik mit Tachypnoe, Tachykardie und Blutdruckabfall. Zerebrale Verwirrtheitszustände können hinzutreten (pankreatische Enzephalopathie).
FAZIT: Plötzlicher Beginn mit starken Schmerzen, elastisch gespannten Bauchdecken - Gummibauch - Meteorismus und Schocksymptome müssen immer an eine akute Pankreatitis denken lassen.
| Therapie |
|---|
|
|
Großlumige venöse Zugänge und Ringer und/oderHAES infundieren - 100% O2 über Maske!
Novalgin ist meist nicht ausreichend wirksam.
Da die Ursache der Pankreatitis nicht eruiert werden kann, sind Opiate kontraindiziert.
In schweren Formen wäre eine Ketalar-Analgosedierung in Erwägung zu ziehen?
Bei respiratorischer Insuffizienz (pO2-Abfall > 70 mmHg ?) muss der Patient intubiert
und maschinell beatmet werden.