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241 - Allgemeine Notfallmedizin: Applikationswege
Die Schaffung eines venösen Zuganges ist eine der primären Basismaßnahmen,
um überhaupt eine notfallmedizinische bzw. medikamentöse Akutbehandlung zu
ermöglichen. Die subkutane und intramuskuläre Applikation ist
nicht sinnvoll, da gerade beim kritisch und dabei
meist auch zentralisierten
Patienten die Substanzen schlecht bzw. zu langsam resorbiert werden.
Üblich ist heute die Verwendung von Plastikverweilkanülen (Venflon).
Bei Kinder kann ein venöser Zugang unmöglich sein. Alternative wäre ein - Intraossärer Zugang!
Die Wahl der Kanülenstärke ist abhängig von den Venenverhältnissen und/oder dem
Grad des zu erwartenden oder des bereits bestehenden Volumenmangels -
großlumige Kanülen verwenden.
Kleinlumige Kanülen haben eine geringe Durchflussrate, sind aber zur
Verabreichung von Medikamenten ausreichend. Hyperhes kann auch bei
kleinen Durchflussraten kurzfristig einen effizienten Kreislauf aufrechterhalten.
Beachte: Bei einer Durchflussrate von 196 ml/min (grauer Venflon) können innerhalb 5 min 1000 ml Infusionslösung verabreicht werden; bei einer Durchflussrate von 36 ml/min (blauer Venflon) dauert es beinahe 1/2 Stunde.
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Schlechte Venenverhältnisse an sich und/oder das Vorliegen eines hypovolämischen Schocks können die Punktion peripherer Venen manchmal unmöglich machen, sodass in diesen Fällen zentrale Venen punktiert werden müssen. Am einfachsten - und auch am wenigsten mit Komplikationen verbunden - bleibt der Zugang zur Vena jugularis externa.
Tropft die Infusion trotz korrekter Lage schlecht,
dann liegt die Kanülenöffnung an der vorderen Venenwand an - leicht zurückziehen!.
Die zentralen Zugänge - V.subvclavia, V. anonyma, V.jugularis interna, V.femoralis - werden im allgemeinen selten benötigt und deren Punktion darf auch nur von Erfahrenen vor Ort durchgeführt werden! Die Komplikationen gerade bei Notfallpatienten (Pneumothorax, arterielle Punktion, Verletzung des Plexus cervicalis ...) sind groß.
Bei einer Reanimation ist das Legen eines zentralen Venenkatheters kontraindiziert. Hier empfielt sich bevorzugt die Vena jugularis externa.
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Applikationswege
© 21.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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