Suchfunktion Home Inhaltsverzeichnis Notfallmedizin, Ketamin - Anästhesie

232 - Notfallmedizin: Narkose-Management - Durchführung


Medikamente
  • Fentanyl
  • Atropin
  • Thiopental
  •   Midazolam
  •   Ketamin
  •   Etomidat
  • Succinylcholin?
  • Pancuronium
  • Narkose - Durchführung

    Alle - Vorbereitungen - zur Einleitung der Narkose müssen getroffen sein.
    Folgendes Vorgehen ist zwingend.

    (1) Präoxigenierung - (2) Narkoseeinleitung - (3) Intubation - (4) Beatmung

    1 - Präoxigenierung

    Zu Beginn wird mit der Maske (Beatmungsbeutel mit Sauerstoffreservoir und angeschlossenem Sauerstoff) das Blut des Patienten mit Sauerstoff angereichert = Präoxigenierung. Bereits in dieser Phase kann Atropin + Fentanyl i.v. gegeben werden.

    2 - Narkoseinleitung

    Je nachdem, ob eine Verletzung oder Erkrankung mit stabilem oder aber instabilem Kreislauf vorliegt, wird unterschiedlich vorgegangen und je nach Grunderkrankung das geeignetste Narkotikum gewählt.

    KL stabil KL instabil kardiale Insuffizienz
    Thiopental
    4 - 5 mg/kg
    Ketalar-S
    0,5 - 1 mg/kg
    Valium/Dormicum
    Hypnomidate bzw.
    Dormicum 2,5 - 5 mg
    Fentanyl 0,1 - 0,4 mg
    RR normal/erhöht
    SHT, SAB, Intoxikation
    Gesichtsschädelverl. etc.
    RR niedrig
    hämorrhag. Schock
    Polytrauma, Tubaria
    EF niedrig
    kardiogener Schock
    Myokardinfarkt, Lungenödem

    Die Dosierung sollte immer nach Wirkung erfolgen - d.h. langsam injizieren, bis der Lidreflex erloschen ist und sich das Laryngoskop ohne Gegenwehr des Patienten (Kieferschluss, Husten) in den Mund einführen lässt.

    Ketamin beim Volumenmangelschock

    Beim Schockpatienten zeigt sich bei niedriger Ketalar-Dosierung (0,5-0,8 mg/kg) eher ein Blutdruckanstieg aber kein Frequenzanstieg bei hohem Puls. Patienten im Schock benötigen aufgrund der Zentralisation weniger Narkosemittel.
    Bei entsprechenden Volumenersatz und ausreichender Sauerstoffgabe wird die periphere Durchblutung verbessert, auch wenn peripher kein höhere Widerstand vorliegt, also es zu keinem messbaren Blutdruckanstieg kommt. VH-Tachykardie oder AV-Störungen bleiben durch Ketamin unbeeinflusst, nicht aber VES und Kammertachykardien.

    Lysthenon als Kurzrelaxans darf - wegen der Gefahr ernster Komplikationen (Aspiration, Bradyarrhythmien) nur vom anästhesiologisch Erfahrenen angewendet werden.

    3 - Intubation + Beatmung

    Um nach der Intubation Abwehrreaktionen des Patienten (Husten, Pressen) zu verhindern, sowie eine kontrollierte Beatmung erst ordnungsgemäß zu ermöglichen, ist eine Relaxierung z.B. mit Pavulon 4 - 8 mg i.v. notwendig. Dabei darf keinesfalls auf die Aufrechterhaltung der Narkose (Fentanyl 2 - 4 mg + Dormicum 5 - 10 mg bzw. Ketalar-S/Dormicum) vergessen werden.

    Narkose fortführen ...


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    Notfallmedizin/Anästhesie - Narkose
    © 30.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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