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222 - Notfallmedizin: Analgosedierung - Ketamin
| Dosierung | |
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Ob die Analgosedierung mit Opiaten ODER Ketamin erfolgen soll,
muss jeweils gesondert entschieden werden.
Für die nachfolgend angeführten Indikationen ist Ketamin auf jeden Fall indiziert.
Beim SHT ist die Indikation uneinheitlich.


Die Ketaminanalgesie ist nur bei schweren Verletzungen indiziert. Es sollte auch bedacht werden, das ein Patient unter Ketamin lückenlos überwacht und monitorisiert werden muss. Es besteht immer auch die Gefahr der Aspiration!
| Eingeklemmer Patient
Hüftluxation schwere Verbrennung Oberschenkelfraktur Repositionsmanöver? |
Bolusgabe der halben Primärdosis nach 10 - 15 min möglich!
CAVE: In Kombination mit Opiaten ist die Gefahr der Atemdepression
aufgrund der gegenseitig potenzierenden Wirkung gegeben. Daher ist eine derartige Kombination
außerhalb der Klinik NICHT empfehlenswert!


Fentanyl 0,05 - 0,1 mg (nach 5-10 min evtl. weitere 0,05 mg - je nach Schmerzintensität!) oder Dipidolor 7,5- 15mg langsam i.v. - (verdünnt auf 10 ml NaCl). Ob durch die zusätzliche Gabe von Paspertin Erbrechen verhindert werden kann, scheint fraglich. Die sicherste Prophylaxe ist die langsame i.v.-Gabe.
Ist der Patient nicht intubiert, sollten Opiate immer 1 : 10 verdünnt verabreicht werden.
Dadurch wird eine exaktere Dosierung möglich.
Nicht indiziert sind Opiate bei nur geringgradigen Verletzungen oder bei
spastischen bzw. kolikartigen abdominellen Schmerzen.
Cave: Überdosierung von Opiaten besonders in Kombination mit anderen Sedativa
führt IMMER zur Atemdrepression.
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Notfallmedizin - Analgesie
© 21.2.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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