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003 - Notfallmedizin: Alarmierungsplan - Individualversorgung


Alarmierungsplan

Individualversorgung - Polytrauma

Die Voranmeldung eines traumatisierten Patienten muss nach einen vereinbarten Schema ablaufen. Dabei ist die Leitstelle ebenso auf die Lagemeldung vor Ort angewiesen (NEF-Team), wie das Krankenhaus von der Leitstelle.

Vorankündigung: NEF an Leitstelle

Das NEF-Team informiert die Leitstelle mit folgenden Angaben:

  • Alter des Patienten
  • Verletzungsschwere
  • Therapie
  • Eintreffzeit im KH
  • Vorankündigung: Leitstelle an KH

    Die Leitstelle informiert das Krankenhaus mit folgenden Angaben:

    In ... Minuten kommt ein ... jähriger Patient (-in) mit Verdacht auf ...!
    Schockraum ohne / mit Anästhesie wird benötigt.
    Der Patient ist intubiert / nicht intubiert / KL-stabil / instabil.

    Diese Vorankündigung ermöglicht es dem Krankenhauspersonal, ein Schockraummanagement aufzubauen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Die Leitstelle sollte immer über die aktuelle Behandlungskapazität informiert sein.


    Alarmierung - Krankenhaus

    Ein nicht intubierter, kreislaufstabiler Patient ohne Störung der Vitalfunktionen wird von einem Unfallchirurgen der Erstuntersuchung aufgenommen.
    Ein intubierter, polytraumatisierter Patient benötigt ein Schockraummanagement (Unfallchirurg, Anästhesist, Unfallpfleger, OP-Schwester, Röntgenologe). Dabei wird der diensthabende Unfallchirurg/Anästhesist direkt über die Leitstelle verständigt und vorinformiert. Der Patient kommt ohne Umwege in den Schockraum.

    Patient ...
    NICHT intubiert / KL-stabil intubiert / KL-instabil
    Unfall - Erstuntersuchung Schockraum - Management

    Schockraum - Management

    Von entscheidender Bedeutung ist, dass der Notarzt vor Ort die Dringlichkeit einer Intubation und Beatmung adäquat einschätzt bzw. ein Polytrauma überhaupt als solches erkennt. Oft wird aber erst im Zuge des Krankenhaustransportes die schwere einer Verletzung offenkundig.

    Insbesondere beim nicht-intubierten polytraumatisierten und/oder KL-instabilen Patienten ist eine frühzeitige Alarmierung des Krankenhauses von entscheidender Bedeutung, damit sich ein Schockraum-Team formieren und die Übernahme des Verletzten reibungslos ablaufen kann.


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    Notfallmedizin/Alarmierungsplan - Individualversorgung
    © 30.1.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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