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004 - Notfallmedizin: Alarmierungsplan - Großereignis
| Aufgaben der Leitstelle |
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Handelt es sich um ein Großereignis mit mehrere bis vielen Schwerverletzten, so ist eine optimale Versorgung nur dann gewährleistet, wenn die Verletzten auf die umliegenden Spitäler entsprechend sinnvoll verteilt werden. Dazu muss die Leitstelle die derzeitigen Ressourcen der umliegenden Spitäler abfragen! Der Einsatzleiter beauftragt die Leitstelle diese Kapazitäten abzufragen und umgehend mitzuteilen.
Die Leitstelle muss dann diese Information an den Einsatzleiter / LNA weitergeben, um so eine sinnvolle Transport-Triage zu ermöglichen. Die Leitstelle informiert in weiterer Folge den diensthabenden Unfallchirurgen des betroffenen Krankenhauses (bzw. den diensthabenden Anästhesisten) und gibt Anzahl und Verletzungsgrad der eintreffenden Patienten bekannt.
Bei Ankündigung von mehreren Schwerverletzten und Leichtverletzten unbestimmter Zahl muss das Krankenhauspersonal entsprechend aufgestockt werden. Die eintreffenden Verletzten werden nach dem vorliegenden Krankenhaus - Alarmierungsplan verteilt und versorgt. Für die Spitäler ist dabei nicht nur die Zahl der aufzunehmenden Patienten von Bedeutung, sondern insbesonders auch die Schwere der Verletzungen.
| Aufgabenverteilung der anwesenden Notärzte
Mitwirkung beim Aufbau einer SanHiSt Koordination der ärztlichen Versorgung mit der Einsatzleitung. |
Der LNA in der Einsatzleitung ist auch aufgerufen zur Gefahren-Erkennung, -Bewertung und deren Abwehr und hat diesbezgl. auch die Aufgabe, die Helfer vor möglichen gesundheitlichen Schäden zu warnen. Auch die Pressebetreuung muss ärztlicherseits organisiert werden.
Oberstes Ziel der Pressebetreuung muss sein,
kompetente Auskunft zu geben und Geheimnisskrämereien zu vermeiden.
Aktuelle Probleme und Lösungen sollten angesprochen werden.
Für umfassende Auskunft wird sofort eine Pressekonferenz organisiert. Dazu muss
umgehend ein Termin festgelegt und der Ort bekanntgegeben werden.
Verzögerungen sind
durch ausreichend Getränke, Essen und genügend Raum gut überbrückbar.
Wichtig: Service anbieten (z.B. Stromversorgung sicherstellen für Akkus,
Sendewagen, Laptops etc.).
Im Bezirk Pongau gibt es eine Notfallpsychologische Akutintervention, die sich nicht nur an
die Opfer, sondern auch an Angehörige und Helfer richtet.
Im Krankenhaus Schwarzach arbeitende Psychologinnen und Psychologen haben es sich auch zur Aufgabe gemacht,
insbesonders im Rahmen von Großereignissen psychologische Hilfe anzubieten.
Sie werden vom LNA direkt über das Krankenhaus Schwarzach oder aber über die Leitstelle angefordert.