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011 - Notfallmedizin/Großereignis: Einsatztaktik
| Einsatztaktik |
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Die Umsetzung des Notrufes erfolgt in den Rettungsleitstellen und fordern vom diensthabenden Leitstellenkommandanten ein hohes Maß an Erfahrung und Flexibilität. Nur ausreichende Erfahrung und gute Schulung ermöglichen es, den Rettungseinsatz entsprechend zielführend zu koordinieren. Entscheidend ist es, das geeignetste Rettungsmittel zum Unfallort zu beordern und für entsprechenden Nachschub zu sorgen!
Als Primäreinsatz gilt das schnelle Erreichen des Notfallortes mit einem geeigneten Rettungsmittel. Diese erste Phase des Primäreinsatzes bis zur ärztlichen Notfallversorgung ist stets dringlich.
Nach Abschluss der notfallmedizinischen Versorgung erfolgt der Abtransport entweder mit dem bereits anwesenden Rettungsmittel (in der Regel ein SANKA) oder mit einem RTH (wird gesondert vom Notarzt angefordert).
Ein Transport erfolgt immer erst nach Stabilisierung der Vitalfunktionen. Danach kann ein Notfalltransport auch in Normalgeschwindigkeit erfolgen. Nur wenige Indikationen (intraabdominelle und/oder -thorakale Blutungen) erfordern einen raschen (Blaulicht und Folgetonhorn) Transport in die Klinik.
Als Sekundärtransport gilt der Transport von einem Krankenhaus in eine anderes, zwecks spezieller Versorgungsmöglichkeit oder wegen Kapazitätsauslastung. Dringlich ist ein Transport nur dann, wenn weiterhin akute Lebensgefahr besteht. Dabei ist immer ein Transport mit dem NAH anzustreben.


Beschleunigungskräfte führen zur Verlagerung von Organen und stören empfindlich das vegetative Nervensystem. Daraus folgen entsprechende vegetative Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfälle, Schweißausbrüche etc.
Mechanische Schwingungen beim liegenden Patienten sind besonders belastend
im Bereich von 6 - 60 Hz vertikal und unter 5 Hz horizontal -
Körper schwingt als ganzes oder es schwingen einzelne Körperteile besonders
mit - Resonanzfrequenz.
Im RTH herrschen Schwingungen um 5 - 10 Hz vor.
Die - Vakuummatratze - insbesonders im NICHT evakuierten Zustand
kann diese Schwingungen erheblich dämpfen und sollte immer verwendet werden.
Bei traumatischen Verletzungen z.B. instabilen Frakturen werden
Schmerzen massiv verstärkt -
deshalb immer - Schmerzmittel - verabreichen.
Auch Lärm über 80 dB führt bei wachen und somnolenten Patienten zu vegetativen
Störungen. Deshalb sollte wo immer es möglich ist auf das Folgetonhorn während der Fahrt
ins KH verzichtet werden.
Bei wachen oder somnolenten Patienten an Gehörschutz denken - evtl. Patienten sedieren.
Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist ein Spezialfahrzeug zum Antransport des Notarztes
an den Notfallort und ist geeignet, die Primärversorgung von Notfallpatienten zu übernehmen.
Gleichzeitig wird ein weiters Rettungsmittel zum Notfallort beordert = Rendezvoussystem.
Der KTW ist primär für Nicht-Notfallpatienten konzipiert, wird aber im Rendezvoussystem eingesetzt. Einige KTW's sind bei uns zwar nicht apperativ als Notarztwagen ausgerüstet, bieten aber diesselben räumlichen Möglichkeiten.
Im KTW können neben der Blutdruckmessung, Verabreichen von Medikamenten und Beobachten des Patienten keine wesentlichen therapeutischen Maßnahmen gesetzt werden. Es besteht aber immer die Möglichkeiten, nach Anhalten des Fahrzeuges intensivmedizinische Handlungen zu setzen, wobei aber der Patient meist vom Fahrzeug ausgeladen werden muss.
Deshalb ist auch hier wie beim Transport mit dem RTH zu bedenken, daß mangels Platz im KTW schon vor der Abfahrt erweiterte medizinische Handlungen gesetzt werden müssen (z.B: Bülaudrainage, Intubation etc.).
Der NAW bietet alle Möglichkeiten der notfallmedizinsichen Behandlung und ist technisch-apperativ wie auch von der Kabinengröße her für Versorgung und Transport eines Notfallpatienten geeignet. Hier kann der Krankenhaustransport jederzeit angetreten und mit intensivmedizinischen Handlungen zugewartet werden, da jederzeit im Wagen entsprechende Maßnahmen gesetzt werden können.
Der NAH ist nicht immer das am Besten geeignete Transportmittel.
Die Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten sind beim Hubschraubertransport
erschwert,
das geringe Raumangebot und der hohe Lärmpegel begrenzen die klinischen
Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten.
Deshalb sind mögliche Zwischenfälle bereits vor Flugbeginn zu bedenken und entsprechende
Maßnahmen zu setzen.
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Die überwiegenden Vorteile des Hubschraubertransportes liegen in der raschen Überwindung weiter Distanzen und in der Rettung von Verletzten im Hochgebirge und auf Schipisten.
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Notfallmedizin - Großereignisse, Einsatztaktik
© 24.1.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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