Suchfunktion Home Inhaltsverzeichnis Notfallmedizin, Notruf

204 - Notfallmedizin/Airway-Management: Intubationsvorbereitungen und Ablauf


A - Vorbereitung zur Intubation

Bereit liegen müssen vor der Intubation ein Beatmungsbeutel mit passender Maske und Sauerstoffreservoir inkl. Sauerstoffflasche, ein Spatel mit Handgriff (wird auf Funktionstüchtigkeit prüfen - Licht?), ein passender Tubus (immer einen zweiten in Reserve halten) mit Mandrin und Blockerspritze, die Magillzange, um Fremdkörper (Zähne Speisereste etc.) bei der Intubation sofort entfernen zu können, die Absaugvorrichtung (Einschalten und Absaugkatheter schon anstecken) sowie alle notwendigen Medikamente...
Fixiert wird mit PeHa-Haft oder Pflaster.

Intubation, Zubehör

Beachte

Absaugvorrichtung vor der Intubation prüfen! Immer Magillzange bereithalten, um rasch Fremdkörper aus der Mundhöhle entfernen zu können (Prothesenanteile, ausgebrochene Zähne etc). Tubus-Cuff prüfen und Tubusansatz für die Beatmungseinheit fest andrücken! Blockerspritze und Tubusfixation (PeHa-Haft und/oder Pflaster) bereithalten!

Medikamente

Atropin, Dormicum, Fentanyl werden in einer 2ml-Spritze aufgezogen; ebenso die Relaxantien (Pavulon, Esmeron etc.). Lysthenon kommt als einziges Medikament in eine 5ml-Spritze. Die 10 ml-Spritze wird bevorzugt zur Verdünnung von hochpotenten Medikamente verwendet (Adrenalin, Opiate etc.).
Thiopental, Hypnomidate und andere Narkotika werden in einer 20ml-Spritze bereitgestellt.

Vorbereitungen zur Narkose-Einleitungen

B - Ablauf der Intubation

Vorgehen

  • Patient in Rückenlage - Kopf unterpolstern (5-10 cm)
  • Präoxygenierung mit Maske
  • Falls erforderlich: Narkose einleiten
  • Kopf überstrecken - nicht den Kopf tief lagern!
  • Arzt bekommt Laryngoskop in die linke Hand
  • Laryngoskop am rechten Mundwinkel einführen, der Zunge entlang bis vor die Epiglottis
  • Erbrochenes mit Sauger entfernen
  • Darstellen der Stimmritze durch Zug in Griffrichtung (NICHT hebeln!).
  • Einführen des Tubus mit einer Drehbewegung nach rechts
  • Einführungsmandrin entfernen, Cuff blocken (bis gerade keine Luft mehr entweicht)
  • Beatmen: Belüftung beider Lungen mit dem Stethoskop prüfen
  • Tubus gut und ausreichend fixieren (Pflaster oder PeHa-Haft)
  • Intubation

    Notfall-Intubation im Bild

    Ablauf und Management

    Vorbereitung Mund öffnen Intubation Intubierter Patient Fixationsbinde Tubusfixation Halskrause


    Sellick - Handgriff

    Bei Narkoseeinleitung und Gabe von Lysthenon (Notfallpatienten sind grundsätzlich nicht nüchtern) ist der Sellick-Handgriff hilfreich aber nicht unumstritten. Durch kräftigen Druck auf den Larynx während der Narkoseeinleitung soll die Regurgitation aus den Magen in die Trachea verhindert werden. Eine dadurch provozierte Ösophagusruptur ist unwahrscheinlich.
    Der Sellick-Handgriff zur Vermeidung der Magenüberblähung während einer Maskenbeatmung ist abzulehnen und nicht hilfreich. Die Beatmung wird dadurch noch weiter erschwert, ebenso wie die Intubation.

    Sellick

    Intubationshilfen

  • Kopf unterpolstern (5 - 10 cm)
  • Oberlippe vom Helfer nach rechts ziehen lassen
  • Druck auf den Kehlkopf (Sellick-Handgriff)
  • Mandrin im Tubus
  • Krikoiddruck


    Suche Home Inhaltsverzeichnis 00 01 02 03 05 06 07 08 09 10 Themenwahl

    Notfallmedizin/Airway-Management: Vorbereitung zur Intubation
    © 1.11.2001 by Anton Ernst Lafenthaler m-air-vorb