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207 - Notfallmedizin/Airway-Management: Koniotomie
| Airwaymanagement |
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Die Koniotomie ist ein letzter Ausweg die Atemwege zugänglich zu machen. Schwere Gesichtsverletzungen mit Verlagerung von Knochenteilen, entzündliche bzw. allergische Schwellungen, ein nicht extrahierbaren Bolus und insbesonders die Kiefersperre machen eine Intubation unmöglich. Hier muss die Koniotomie versucht werden.
Die Notfallkoniotomie im klassischen Sinn ist der Luftröhrenschnitt mit dem Skalpell und Einführen eines Tubus zur Atemwegsicherung.
Vorgehen - Der Patient wird mit extrem rekliniertem Kopf gelagert, das Ligamentum conicum zwischen Schild- und Ringknorpel aufgesucht bzw. ertastet, die Haut gespannt und eine Längs- (Haut) und anschließende Querinzision (Ligamentum conicum) durchgeführt - CAVE: starke Blutung! Luftblasen (?) zeigen den Zugang in die Trachea/Lunge an. Sofort Einschieben des Tubus, blocken und beatmen!
Unterschiedliche Koniotomiesets sollen den Luftröhrenschnitt ersetzen bzw. effizienter machen (wird bei uns auch im Notfallwagen mitgeführt), deren Handhabung ist aber schwierig. Der gezielte Stich in die Luftröhre ist meist nur von Geübten (z.B. HNO-Fachärzten) wirklich durchführbar - Fehllagen können unbemerkt bleiben, bleibende Schäden hinterlassen oder zum Tod führen.
Als letzten Ausweg insbesonders bei Kinder kann das Einstechen von mehreren
großlumigen Venflons
durch das Ligamentum conicum (für Kinder meist ausreichend) bis in die Luftröhre lebensrettend sein.