![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
209 - Notfallmedizin/Airway-Management: Intubation - Beatmung
| Komplikationen |
|---|
|
|
Die Beherrschung der Maskenbeatmung ist sehr wichtig (z.B. Beatmung bis zur Intubation - zwischen Intubationsversuchen oder wenn eine Intubation nicht möglich ist).
| Beatmungsvolumina |
|---|
|
|
Bei kontinuierlicher Beatmung werden die Druckverhältnisse im Thorax umgekehrt. Der Blutrückfluss zum Herzen wird erschwert und die Hämodynamik - gerade beim hypovolämischen Patienten - empfindlich beeinträchtigt. Es kommt zum weiteren Blutdruckabfall!
Die Spontan-Atmung reguliert sich normalerweise über die metabolischen Bedürfnisse
(z.B. Hyperventilation bei metabolischer Azidose oder Fieber -
Bradypnoe bei Unterkühlung).
Dieser Umstand muss bei der künstlichen Beatmung berücksichtigt werden!
Das Ventilations/Perfusionsverhältnis wird durch eine kontrollierte
Beatmung verändert. Daher ist bei der maschinellen Beatmung
meist ein höheres Atemvolumen - ca. 120-140 ml/kgKG notwendig.
Der Spitzendruck liegt normalerweise nicht über 25mmHg.
Beim Asthmatiker kann der Beatmungsdruck allerdings bis 80mmHg gehen.
| Beatmungskomplikationen | |
|---|---|
| Patient hustet presst |
|
| Hoher Beatmungsdruck |
|
| Intubation einseitig |
|
| Spannungs- Pneumothorax |
|
| ARDS Bronchospasmus |
|
Bei der maschinellen Beatmung muss neben der einseitigen Intubation (nach jeder neuen Lagerung des Patienten Tubuslage kontrollieren!) besonders auf die Entstehung eines Spannungspneumothorax achten.
Bei unterschiedlichen Vorerkrankungen kann sich eine maschinelle Beatmung ungünstig auswirken. Die COPD ist z. B. immer auch mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Lungenemphysem verbunden und zeigt ein ungünstiges Ventilations/Perfusionsverhältnis (=Zyanose!). Emphysemblasen können einreißen und es entwickelt sich ein Spannungspneumothorax. Asthmatiker können zudem einen massiven Bronchospasmus entwickeln.
Natürlich immer auch an Maschinendefekt bzw. an technische
Komplikationen denken (PEEP-Ventil faslch zusammengesetzt, Beatmungsschlauch geknickt oder defekt etc.)
Hebt sich der Thorax einseitig bzw. nur rechts (?) ist dies ein Hinweis für eine zu tiefe Tubuslage (ein zu tief liegender Tubus liegt bei Erwachsenen immer im rechten Hauptbronchus). Dabei ist meist auch der Beatmungsdruck erhöht? und die Sättigung schlecht?
Normalerweise kann der Tubus mit 2 Pflasterstreifen fixiert werden (Haut trocken). Die Tubusfixation bei Bartträgern ist mit Leukoplast nur insuffizient möglich. Man behilft sich mit PeHa-Haft, wie im Bild gezeigt.