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209 - Notfallmedizin/Airway-Management: Intubation - Beatmung


Komplikationen
  • Beatmungsfehler
  • Maskenbeatmung
  • Beatmung 12x/min

    Die Beherrschung der Maskenbeatmung ist sehr wichtig (z.B. Beatmung bis zur Intubation - zwischen Intubationsversuchen oder wenn eine Intubation nicht möglich ist).

    Nach der Intubation ist fast immer eine kontrollierte Beatmung notwendig.

    Physiologie der Beatmung

    Beatmungsvolumina
  • 40 kg -  5,0 l/min
  •  50 kg -  6,5 l/min
  •  60 kg -  7,5 l/min
  • 70 kg -  9,0 l/min
  •  80 kg - 10,0 l/min
  •  90 kg - 11,5 l/min
  • 100 kg - 13,0 l/min
  • Bei kontinuierlicher Beatmung werden die Druckverhältnisse im Thorax umgekehrt. Der Blutrückfluss zum Herzen wird erschwert und die Hämodynamik - gerade beim hypovolämischen Patienten - empfindlich beeinträchtigt. Es kommt zum weiteren Blutdruckabfall!

    Die Spontan-Atmung reguliert sich normalerweise über die metabolischen Bedürfnisse (z.B. Hyperventilation bei metabolischer Azidose oder Fieber - Bradypnoe bei Unterkühlung). Dieser Umstand muss bei der künstlichen Beatmung berücksichtigt werden!
    Das Ventilations/Perfusionsverhältnis wird durch eine kontrollierte Beatmung verändert. Daher ist bei der maschinellen Beatmung meist ein höheres Atemvolumen - ca. 120-140 ml/kgKG notwendig.

    Eine schlechte Beatmung kann medikamentös nicht kompensiert werden!

    Kontrolle der maschinellen Beatmung

    Maschinelle Beatmung

  • Heben des Thorax - Ausatmungsgeräusch
  • Hautfarbe
  • Kreislaufverhalten
  • Beatmungsdruck um 20 mmHg
  • Der Spitzendruck liegt normalerweise nicht über 25mmHg. Beim Asthmatiker kann der Beatmungsdruck allerdings bis 80mmHg gehen.

    Die Beatmung muss immer vom Notarzt durchgeführt bzw. kontrolliert werden.


    Beatmung - Komplikationen

    Beatmungskomplikationen
    Patient hustet
    presst
  • Tubusfehllage ?
  • Sedieren/Relaxieren
  • Hoher
    Beatmungsdruck
  • Tubus-Knick beseitigen
  • Absaugen !!
  • Tubusfehllage?
  • Unklar?
  •  neuerlich intubieren!
  • Intubation
    einseitig
  • Tubuslage korrigieren
  •  und neu fixieren!
  • Spannungs-
    Pneumothorax
  • Thoraxdrainage!
  • ARDS
    Bronchospasmus
  • Handbeatmung
  •  anstreben!
  • Bei der maschinellen Beatmung muss neben der einseitigen Intubation (nach jeder neuen Lagerung des Patienten Tubuslage kontrollieren!) besonders auf die Entstehung eines Spannungspneumothorax achten.

    Bei unterschiedlichen Vorerkrankungen kann sich eine maschinelle Beatmung ungünstig auswirken. Die COPD ist z. B. immer auch mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Lungenemphysem verbunden und zeigt ein ungünstiges Ventilations/Perfusionsverhältnis (=Zyanose!). Emphysemblasen können einreißen und es entwickelt sich ein Spannungspneumothorax. Asthmatiker können zudem einen massiven Bronchospasmus entwickeln.

    Natürlich immer auch an Maschinendefekt bzw. an technische Komplikationen denken (PEEP-Ventil faslch zusammengesetzt, Beatmungsschlauch geknickt oder defekt etc.)

    Einseitige Beatmung ?

    Hebt sich der Thorax einseitig bzw. nur rechts (?) ist dies ein Hinweis für eine zu tiefe Tubuslage (ein zu tief liegender Tubus liegt bei Erwachsenen immer im rechten Hauptbronchus). Dabei ist meist auch der Beatmungsdruck erhöht? und die Sättigung schlecht?

    Folgende Kombination muss immer an einseitige Intubation denken lassen:
    Thoraxbewegung einseitig - Beatmungsdruck steigt - Sättigung verschlechtert sich!

    Tubuslage prüfen!


    Tubusfixation bei Bartträgern

    Normalerweise kann der Tubus mit 2 Pflasterstreifen fixiert werden (Haut trocken). Die Tubusfixation bei Bartträgern ist mit Leukoplast nur insuffizient möglich. Man behilft sich mit PeHa-Haft, wie im Bild gezeigt.

    Tubusfehllage


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    Airway-Management: Beatmung
    © 21.2.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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