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095 - NAH: Luftrettung
Ergänzend zum bodengebundenen NEF-System wurde bereits in der Wintersaison 1992/93 aufgrund der Initiative von Herrn Gerhard Huber/Bischofshofen Gründer des Heliports Urreiting/St. Johann ein Flugrettungsystem installiert. Als Projektpartner konnten das Rote Kreuz, der österreichische Bergrettungsdienst und das KH-Schwarzach gewonnen werden.
Der Flugbetrieb wurde mit einer von der Firma Air Cargo eingecharterten Ecureuile AS-350-B
begonnen. In dieser ersten komplett im Pongau geflogenen Wintersaison
wurden 143 Einsätze durchgeführt.
In einer vom Roten Kreuz Landesverband Salzburg initiierten Studie, die einerseits
Heli-Pongau anderseits den in Zell am See stationierten Gallus-2, einer ebenfalls
privaten Initiative der Helicopter-Firma Wucher überblickte, konnte die Sinnhaftigkeit
einer Winterstationierung eines Notarzthubschraubers im südlichen Salzburger-Raum
ermittelt werden.
Daraufhin wurde in den Wintersaisonen 1993/94 bis 1999/2000 in anfänglich wöchentlicher
und später 2-wöchentlicher Wechselstationierung
mit Zell am See der NAH Christophorus-6 des ÖAMTC-Flugrettungsvereines vom
Heliport Pongau aus betrieben.
Pro Wintersaison wurden mit C6 im Bereich Pinzgau - Pongau - Lungau zwischen 230 und 260 Einsätze geflogen.
Nachdem für die Wintersaison 2000/01 eine Hangarierung von C6 am Heliport-Pongau
nicht mehr durchführbar war, wurde auf Initiative der Helicopterfirma Knaus eine
von der Deutschen Rettungsflugwacht eingecharterte, mit einer 90 m
Stahlseilrettungswinde ausgerüstete BK-117 geflogen.
In der zehnten Wintersaison der Pongauer Flugrettung wurde wiederum auf Initiative
der Firma Knaus-Helicopter der NAH Martin mit einer eingecharterten
Ecureuile AS-355-F2 aufgenommen.
Geflogen wird der NAH-Martin überwiegend von Einsatzpiloten des BMFI, die
bis 31.3.2001 am NAH-Martin-1 in Salzburg tätig waren und jetzt in ihrer
Freizeit ihr Können und ihre Erfahrung in den Flugbetrieb im Pongau einbringen.
Die Einsatzzahlen des NAH-Martin haben in der laufenden Saison bereits das frühere
Anforderungsausmaß des wechselstationierten Chrisophorus-6 erreicht.
Bis zum Jahr 2004 wurde der NAH unabhängig vom NEF-System von der Unfallchirurgischen Abteilung geleitet.
Noch im selben Jahr entschied die Geschäftsführung des KH-Schwarzach auch das bodengebundene NEF-System
der Unfallchirurgischen Abteilung zuzuordnen.
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Notfallmedizin - NAH/NEF
© 4.1.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
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